Das erste Küken 2016 ist geschlüpft!

Das erste Großtrappen - Küken des Jahres 2016

Das erste Großtrappen – Küken des Jahres 2016

Vor wenigen Stunden ist unser erstes Großtrappen-Küken geschlüpft. 70 Eier mussten in diesem Jahr schon geborgen werden, da deren Zerstörung durch landwirtschaftliche Arbeiten oder Fressfeinden drohte. Kurz gesagt: Die Küken wären nie geschlüpft! Nach ca. 25 Tagen in unseren Brutschränken schlüpfen die Küken und werden für die Auswilderung vorbereitet. Bis es soweit ist, vergehen acht bis zehn Wochen.

Ziel der künstlichen Brut und der Auswilderung ist es, die Bestände in den Großtrappen – Schutzgebieten zu stärken und natürliche Verluste auszugleichen. Ausgewildert werden die Trappen ausschließlich in Lebensräume, die perfekt geeignet sind. Damit sich die Vögel nach der Auswilderung arttypisch verhalten, wird der Kontakt zu Menschen auf das Nötigste beschränkt.

Erklärtes Ziel des Großtrappen – Schutzes ist es, mit der Auswilderung die wildlebenden Bestände zu stützen. Und zwar nur so lange, bis eine natürliche Reproduktion dies überflüssig macht. Im Vogelschutzgebiet „Havelländisches Luch“ ist dieses Ziel bereits erreicht worden. Hier konnte dank optimaler Lebensraumgestaltung und Einzäunung von Brutplätzen der nahezu vierfache Bestandsanstieg seit 1996 verzeichnet werden.

Im Fiener Bruch und den Belziger Landschaftswiesen wird durch die Auswilderung der Bestand aktuell noch gestützt. Mit viel Umsicht und Erfahrung werden die Jungtrappen dort ausgewildert. Und auch hier sind Maßnahmen im vollen Gange, den vorhandenen Lebensraum weiter zu verbessern.

Der Förderverein Großtrappenschutz kämpft dafür, dass die Großtrappen Deutschlands  eine Zukunft haben. Die Sicherung ihres Lebensraumes, wo sie ungestört leben, fressen und ihren Nachwuchs aufziehen können, ist deshalb unser wichtigstes Ziel. Landwirtschaftliche Flächen, die wir für die Großtrappe erwerben können, helfen auch Kiebitz, Feldlerche, Rebhuhn und vielen anderen Tier- und Pflanzenarten, für die in der modernen Landwirtschaft mit ihren ausgedehnten mit Chemie behandelten Monokulten kein Platz mehr ist.

Sie können uns dabei helfen, weitere Flächen optimal für Großtrappen zu gestalten. Aktuell planen wir den Erwerb einer 3,8 Hektar großen Grünlandfläche. Diese wird zu einer bunten, artenreichen Wiese verwandelt und wird Lebensraum für Großtrappen und viele andere Tier – und Pflanzenarten bieten. Zu unserem Spendenformular

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