Österreich

Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in Österreich eine Vereinigung von Großtrappenspezialisten und Förderern des Großtrappenschutzes, die „Pannonische Gesellschaft Großtrappenschutz“, die neben der Arbeit im Inland auch die Zusammenarbeit mit den Spezialisten in den Nachbarländern koordiniert.

Die jüngste Zunahme des Großtrappenbestandes in Österreich ist zurückzuführen auf gute Nachwuchsraten im Jahre 2000 mit 27 flüggen Jungtrappen von 47 Hennen und 2001 mit 10 flüggen Jungtrappen von etwa 57 Hennen (R. Raab).

Zusätzlich Bestandsteigernd für die österreichische Trappenpopulation war sicher auch ein trappenberechtes Flächenmanagement auf dem ungarischen Bereich des Heidebodens und eine intensive Prädatorenbejagung in den 1990er Jahren, die dort zu Nachwuchsraten von > 0,5 und einer Bestandszunahme von 20 (1992) auf 110 Großtrappen (2000) geführt (H. Wurm).

Diese Entwicklung ging in den letzten Jahren mit einer Ausdehnung des Brutareals dieser Fortpflanzungsgemeinschaft einher, was zur zunehmenden Ansiedlung von Bruthennen auch auf der österreichischen Seite führte (2000: 13 Hennen, H. Wurm).

Der Großtrappenschutz in Österreich ist u.a. gekennzeichnet durch:

– Aktive Lebensraumgestaltung und möglichst großflächigen Lebensraumschutz (2001: > 1.600 ha Trappenschutzflächen mit extensiver Flächennutzung)
– Enge Zusammenarbeit mit der Jägerschaft zur Reduzierung der Verluste durch Prädatoren
– Intensive Betreuung der Großtrappeneinstandsgebiete durch Fachleute (H.P. Kollar, E. Patak, R. Raab, A.S. Reiter, H. Wurm).

Diese Arbeit wird finanziell unterstützt durch den WWF Österreich, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, sowie die Ämter der Landesregierungen Niederösterreich und Burgenland. (Kollar, H. P., Aktionsplan: Schutz für die Großtrappe in Österreich.–WWF Österreich 2000).

  • Weitere Informationen zum Großtrappenschutz in Österreich erhalten Sie unter www.grosstrappe.at